Deutsche befürworten Wiederholung des Brexit-Referendums

Knapp über die Hälfte der Deutschen befürwortet eine Wiederholung des  Referendums über den Verbleib des Vereinigten Königreichs in der Europäischen Union, während sich nur knapp 20 Prozent gegen eine Wiederholung der Brexit-Abstimmung aussprechen.

Dies sind Ergebnisse einer Umfrage bei 2027 Personen von YouGov für die Initiative Markt- und Sozialforschung.

Berlin, im April 2019. Im Zuge des Brexit-Chaos im britischen Unterhaus sprechen sich 51 Prozent der Deutschen dafür aus, den Briten eine zweite Chance zu geben. Doch obwohl die Deutschen eine Wiederholung des Brexit-Referendums begrüßen würden, sind sie nicht dafür, dem Vereinigten Königreich in der Verhandlung über den EU-Austritt entgegen zu kommen: Nur knapp ein Viertel der Deutschen findet, die EU sollte einem freien Warenverkehr auch bei eingeschränkter Arbeitnehmerfreizügigkeit zustimmen. Über die Hälfte ist hingegen der Meinung: „Brexit ist Brexit.“ Großbritannien sollte durch den Austritt aus der Europäischen Union behandelt werden wie andere Nicht-EU-Mitgliedsländer auch.

Was die Folgen des Brexit betrifft, sind sich die Deutschen relativ einig:  Durch den EU-Austritt Großbritanniens erwarten sie auf allen Seiten nur Verlierer. 63 Prozent gehen davon aus, dass der Brexit dem Vereinigten Königreich eher schaden als nutzen wird und 52 Prozent denken, dass der Brexit schlecht für die EU sei. 41 Prozent sind der Meinung, dass der Brexit auch für Deutschland schlecht sei, was nur 14 Prozent in Frage stellen. Daher ist es wenig überraschend, dass der Brexit die Deutschen nicht kalt lässt: Nur 22 Prozent geben an, ihnen sei der EU-Austritt der Briten relativ egal.

Im Gegensatz zum „echten“ Referendum 2016 im Vereinigten Königreich, wo sich laut Wahlanalysen vor allem die Älteren pro Brexit und die Jüngeren pro EU ausgesprochen hatten, sehen in Deutschland die Älteren den Brexit besonders kritisch: Fast 70 Prozent der über 55-Jährigen in Deutschland sind der Meinung, dass der Brexit dem Vereinigten Königreich eher schaden als nutzen wird.

Auch wenn in den letzten Jahren in einigen Mitgliedsländern Regierungen gewählt wurden, die der EU überwiegend ablehnend oder kritisch gegenüber stehen, befürchtet nur jeder Fünfte Deutsche, dass der Brexit Nachahmer finden könnte und weitere Länder dem britischen Beispiel folgen. Mit 41 Prozent sind deutlich mehr Menschen der Meinung, dass der EU-Austritt Großbritanniens ein Einzelfall bleiben wird.

Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 2027 Personen zwischen dem 15.03.2019 und 18.03.2019 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind fürausgewählte demografische Merkmale repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

Über die IMSF

Ziel der Initiative Markt- und Sozialforschung e.V. ist es, die Öffentlichkeit über Markt- und Sozialforschung und deren Unterschied zu Werbung und Verkauf zu informieren. Weitere Aufgaben sind, die Garantie von Anonymität und Datenschutz zu betonen und den Nutzen von Markt- und Sozialforschung für die Gesellschaft zu verdeutlichen. Weitere Informationen unter www.deutsche-marktforscher.de

Träger der Initiative sind die Branchenverbände der Markt- und Sozialforschung:

  • ADM Arbeitskreis Deutscher Markt- und Sozialforschungsinstitute e.V.
  • Arbeitsgemeinschaft Sozialwissenschaftlicher Institute e.V. (ASI)
  • BVM Berufsverband Deutscher Markt- und Sozialforscher e.V.
  • Deutsche Gesellschaft für Online-Forschung e.V. (DGOF)

Unterstützt wird die Initiative Markt- und Sozialforschung e.V. durch die Fördermitglieder:

Kontakt und weitere Informationen:

Initiative Markt- und Sozialforschung e.V.

Tobias Petschelt

Französische Straße 8

10117 Berlin

Tel.: +49 (0)30 – 206 16 38 22

Fax: +49 (0)30 – 206 16 38 29

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

DruckenE-Mail

Suche