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Mehrheit wünscht weniger staatliche Regulierung für das Taxiwesen

Berlin, 20.12.2017. Eine Mehrheit der Deutschen wünscht sich eine Liberalisierung des Taxiwesens.

Die Deutschen haben grundsätzlich kein Problem mit einem hohen Engagement des Staats oder staatlicher Institutionen. Solange die Menschen zufrieden sind, scheinen sie mit dem Status quo gut leben zu können. Die einzige Ausnahme stellt das Taxiwesen dar, das die Deutschen mehrheitlich gerne liberalisiert sähen. Dies sind die Ergebnisse einer aktuellen repräsentativen Umfrage, die von YouGov für die Initiative Markt- und Sozialforschung durchgeführt wurde.

Zwar sind die Deutschen mehrheitlich der Meinung, dass der Staat für Bildung verantwortlich sein sollte, hier sehen fast 80% die Zuständigkeit beim Staat. Doch sind unter den 18- bis 34-jährigen Deutschen - also denen - die teilweise noch in Ausbildung sind oder bei denen die Schul- oder Studienzeit noch nicht allzu lange zurückliegt, mit 12% mehr als doppelt so viele Menschen für eine Privatisierung der Bildung wie unter den Älteren, von denen lediglich 5% eine Privatisierung der Bildung befürworten.

Auch im Bereich der Versorgungsinfrastruktur sprechen sich die Deutschen für hohes staatliches Engagement aus. Während 64% eine Privatisierung der Wasserversorgung kritisch sehen, scheinen die Deutschen zu akzeptieren, dass sich die Energieversorgung und das Postwesen mittlerweile in privater Hand befinden: Weniger als die Hälfte befürwortet hier die Zuständigkeit des Staates.

Generell macht es den Eindruck, als seien die Deutschen mit der Rolle des Staats im Großen und Ganzen zufrieden. Überall da, wo sich der Staat aktuell stark engagiert, wird wie etwa in der medizinischen Versorgung genau das auch von der Mehrheit befürwortet. Im Bereich der Kultur, wo staatliches und privates Engagement vorkommen, scheinen die Menschen keine eindeutige Meinung zu haben, denn es ist keine klare Tendenz erkennbar. Die Menschen sehen den Staat zwar in der Pflicht, das Finanzwesen zu regulieren, aber aktiv eingreifen soll er nicht: Nur 15% vertreten die Meinung, der Staat solle sich auch um klassische Bankenaufgaben kümmern.

Interessanterweise scheint den Menschen bei Wohnraum ein Engagement des Staats weniger wichtig zu sein als bei Autobahnen: Die Menschen sind unentschlossen, wenn es um Wohnungsvermietung und –bau geht, beim Bau von Autobahnen gibt es jedoch ein deutliches Ergebnis: 73% betonen hier die staatliche Verantwortung.

Die Privatisierung des öffentlichen Nahverkehrs sehen die Menschen überwiegend kritisch. Etwas mehr als die Hälfte finden, dass der öffentliche Nah- und Fernverkehr Sache des Staats sei. Einer Liberalisierung des Taxigewerbes hingegen stehen die Deutschen positiv gegenüber: Nur 22% der Bürger finden, dass der Staat das Taxiwesen reglementieren sollte, während sich 41 % für eine Deregulierung aussprechen.

Im Bereich öffentliche Sicherheit sind nur 42% der Meinung, es sei allein Sache des Staats, Sport- und andere Großveranstaltungen zu schützen.

Alles in Allem sehen die Deutschen keinen Bedarf für Veränderung – weder ist eine klare Tendenz für mehr Privatisierung noch für Verstaatlichung erkennbar. Eine Ausnahme bildet das Taxiwesen, das die Deutschen gerne liberalisiert sähen. 

Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 2036 Personen zwischen dem 11.08.2017 und 14.08.2017 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

 

Über die IMSF

Ziel der Initiative Markt- und Sozialforschung e.V. ist es, die Öffentlichkeit über Markt- und Sozialforschung und deren Unterschied zu Werbung und Verkauf zu informieren. Weitere Aufgaben sind, die Garantie von Anonymität und Datenschutz zu betonen und den Nutzen von Markt- und Sozialforschung für die Gesellschaft zu verdeutlichen. Weitere Informationen unter www.deutsche-marktforscher.de

 

Träger der Initiative sind die Branchenverbände der Markt- und Sozialforschung:

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Unterstützt wird die Initiative Markt- und Sozialforschung e.V. durch die Fördermitglieder:

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  • infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH
  • Ipsos GmbH
  • Psyma Group AG
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  • YouGov Deutschland AG

 

Kontakt und weitere Informationen:

 

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Tobias Petschelt

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Tel.: +49 (0)30 – 49 90 74 19

Fax: +49 (0)30 – 49 90 74 21

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